Pflanzen und Garten

Löcher im Garten: Spuren von Nagetieren und anderen Verursachern erkennen

Löcher von Wühlmäusen, Ratten, Streifenhörnchen, Erdhörnchen, Waldmurmeltieren, Maulwürfen und Kaninchen unterscheiden und andere Ursachen erkennen.

Löcher im Garten bedeuten nicht automatisch Ratten. Wühlmäuse, Streifenhörnchen, Erdhörnchen, Waldmurmeltiere, Maulwürfe, Stinktiere, Kaninchen, Vögel und Insekten können Löcher, Gänge oder aufgewühlte Erde hinterlassen. Auch Ausspülungen durch Bewässerung und verrottende Wurzeln kommen infrage. Die richtige Zuordnung ist wichtig: Gegen Wühlmäuse geht man anders vor als gegen Maulwürfe, Ratten oder Waldmurmeltiere.

Prüfen Sie zuerst Lochgröße, Erdhaufen, Laufgänge, Schäden in der Nähe, Kot, Nagespuren und die gefressenen Pflanzen. Entscheiden Sie dann je nach Tierart und örtlichen Vorschriften über Aussperren, Veränderungen am Lebensraum, Fallen oder professionelle Hilfe.

Werden Tomaten nachts angefressen, lesen Sie Ratten von Tomaten fernhalten. Bei oberirdischem Verbiss helfen die Vergleiche Wildabwehrmittel für den Gemüsegarten und Wirksamer Kaninchenschutz im Garten.

Zuletzt aktualisiert: 6. Juni 2026.

Die kurze Antwort

Größe und Muster der Löcher geben Hinweise. Wühlmäuse hinterlassen kleine Öffnungen und oberirdische Laufwege. Maulwürfe erzeugen angehobene Gänge und vulkanartige Erdhaufen, fressen aber meist wirbellose Tiere statt Gemüse. Ratten bauen etwa 5 bis 8 cm breite Eingänge nahe Deckung, Mauern, Kompost oder Futter. Streifenhörnchen hinterlassen kleine, saubere Löcher mit wenig Aushub. Waldmurmeltiere graben große Eingänge von oft 25 cm oder mehr, mit viel Aushub und starkem Pflanzenfraß. Bewerten Sie mehrere Spuren gemeinsam, nicht nur ein einzelnes Loch.

Löcher im Vergleich

Tier Merkmale am Loch Weitere Hinweise
Wühlmaus Öffnungen von 2,5 bis 5 cm, Laufwege an der Oberfläche Abgebissene Stängel, bodennah benagte Rinde
Maulwurf Aufgewölbte Gänge, Erdhaufen Angehobene Grasnarbe, kaum gefressenes Gemüse
Ratte 5 bis 8 cm breite Baueingänge nahe Deckung Kot, benagte Früchte, Trittsiegel
Streifenhörnchen Sauberes Loch von etwa 4 bis 5 cm Fraß an Samen, Zwiebeln und Früchten
Erdhörnchen Größere Baueingänge Erdhaufen, Aktivität am Tag
Waldmurmeltier Großer Eingang ab etwa 25 cm Starke Schäden am Gemüse
Kaninchen Flache Ruhekuhlen, kein eigentlicher Bau im Garten Abgebissene Stängel, runde Kotkügelchen
Stinktier Kegelförmige Grabstellen Suche nach Engerlingen im Rasen

Pflanzenschäden untersuchen

Die Schäden grenzen die möglichen Verursacher ein.

  • Bodennahe Tomaten teilweise angefressen oder verschleppt: Ratten, Eichhörnchen, Streifenhörnchen, Waldmurmeltiere.
  • Jungpflanzen sauber abgebissen: Kaninchen, Erdraupen, Wühlmäuse.
  • Unterirdisch gefressene Wurzeln: Wühlmäuse, in manchen Regionen auch Taschenratten.
  • Aufgewölbte Gänge ohne gefressenes Gemüse: Maulwürfe.
  • Bodennah benagte Rinde: Wühlmäuse oder Kaninchen.
  • Unregelmäßig abgerissene Pflanzenteile bis über einen Meter Höhe: Rehe und andere Hirsche.

Mehr zu Fraßhöhe und Zäunen finden Sie unter Wirksamer Kaninchenschutz im Garten.

Wühlmaus oder Maulwurf?

Wühlmäuse sind pflanzenfressende Nagetiere. Maulwürfe zählen zu den Insektenfressern und ernähren sich von Regenwürmern und Bodeninsekten. Ihre Gänge können Rasen schädigen, doch meist sind sie nicht die Tiere, die Tomaten oder Salat fressen.

Hinweise auf Wühlmäuse:

  • Laufwege an der Grasoberfläche
  • kleine Öffnungen
  • ringförmig abgenagte Rinde
  • abgebissene Pflanzen

Hinweise auf Maulwürfe:

  • angehobene Erdrippen
  • vulkanartige Hügel
  • Gänge unter der Grasnarbe
  • kaum direkter Gemüsefraß

Hinweise auf einen Rattenbau

Rattenbaue liegen häufig:

  • entlang von Mauern
  • nahe Kompost
  • unter Gartenschuppen
  • unter Terrassen
  • in dichter Vegetation
  • bei Tierfutter
  • nahe Hühnerställen
  • bei Obstbäumen

Typische Spuren sind kapselförmiger Kot, fettige Reibespuren, Nagespuren, Trittsiegel und nächtlicher Fraß.

Nach der Bestimmung handeln

  1. Fotografieren Sie Löcher und Schäden.
  2. Messen Sie die Breite der Öffnungen.
  3. Suchen Sie nach Kot und Trittsiegeln.
  4. Entfernen Sie Futterquellen und Deckung.
  5. Schützen Sie Kulturen mit Zäunen oder punktgeschweißtem Drahtgitter.
  6. Setzen Sie Fallen erst ein, wenn das Zieltier feststeht.
  7. Beachten Sie die örtlichen Wildtiervorschriften.
  8. Holen Sie bei Ratten, großen Bauen oder unsicheren Situationen professionelle Hilfe.

Häufige Fragen

Was verursacht kleine Löcher im Beet?

Wühlmäuse, Streifenhörnchen, Insekten, Vögel oder Ausspülungen kommen infrage. Achten Sie auf Pflanzenschäden und Laufwege.

Fressen Maulwürfe Gemüsewurzeln?

Meist fressen sie Insekten und Regenwürmer. Durch ihr Graben können sie Wurzeln aber indirekt beeinträchtigen.

Woran erkenne ich Ratten?

Suchen Sie nach 5 bis 8 cm breiten Baueingängen nahe Deckung und Futter, Kot, benagten Früchten, nächtlicher Aktivität und fettigen Reibespuren.

Soll ich die Löcher zuschütten?

Unbenutzte Löcher können Sie verfüllen. Bestimmen Sie aber zuerst das Tier und entfernen Sie Futter oder Deckung. Bewohnte Baue werden möglicherweise wieder geöffnet.

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Quellen

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